Ersttrimesterscreening
 
Das Ersttrimesterscreening ist eine Untersuchung zur genaueren Risikoabschätzung für die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom (Trisomie 21) oder anderen Chromosomenstörungen.

Da sich Schwangerschaften bei einem Kind mit Down-Syndrom in einigen Merkmalen von denen mit gesunden Kindern unterscheiden (z.B. ist die Nackenfalte bei Kindern mit Down-Syndrom häufig größer), kann mit Hilfe eines Rechenprogramms ein individuelles Risiko ermittelt werden. Die Entdeckungsrate von Kindern mit Down-Syndrom mittels ETS beträgt 90 %. Zwar wird das Risiko für Chromosomenstörungen ab 35 Jahren höher, jedoch ist zu berücksichtigen, dass fast 70 % der Kinder mit Down-Syndrom von Müttern geboren werden, die jünger als 35 Jahre sind.

Für Frauen zwischen 30 und 35 Jahren stellt das ETS eine sinnvolle Ergänzung dar. Ob bei Frauen ab 35 Jahren nach Durchführung des ETS auf eine Fruchtwasseruntersuchung verzichtet werden kann, muss individuell besprochen werden.
Der Name Ersttrimesterscreening bedeutet, dass diese Untersuchung im ersten Schwangerschaftsdrittel erfolgt. Das Zeitfenster, in dem diese Untersuchung durchgeführt wird, liegt zwischen der 12. uns 14. Schwangerschaftswoche. Screening bedeutet, dass bei nicht risikobehafteten Schwangerschaften nach Hinweisen auf eine Erkrankung des Kindes gefahndet wird. Das heißt für Sie: Anhand des Testergebnisses erhalten Sie die Aussage, wie wahrscheinlich es ist, daß Ihr Kind ein Down-Syndrom hat. Es handelt sich aber um keinen direkten Nachweis. Es ist zu berücksichtigen, dass 10% der Kinder mit Down- Syndrom unauffällige Werte im Ersttrimesterscreening haben.

Ablauf der Untersuchung

  • Die Untersuchung beginnt mit einer Blutentnahme bei der werdenden Mutter zur Bestimmung zweier Hormonwerte.
  • Daraufhin findet eine detaillierte Ultraschalluntersuchung statt, wobei die Scheitelsteißlänge (SSL) des Kindes und die Nackentransparenz (NT) gemessen werden.
  • Nach ca 1 Woche erhalten Sie von uns die Befundauswertung und eine Beratung bezüglich des weiteren Vorgehens.
Als Ergebnis teilen wir Ihnen das Hintergrundsrisiko, welches nur von Ihrem Alter abhängig ist, und Ihr individuelles Risiko unter Berücksichtigung aller erhobenen Daten mit. Das Testergebnis zeigt also lediglich, wie groß das Risiko für eine Chromosomenstörung in Ihrem Fall ist.

Der Test sagt nichts darüber aus, ob das Kind tatsächlich erkrankt ist. Diese exakte Aussage kann nur nach einem Eingriff wie z.B. der Fruchtwasseruntersuchung oder der Chorionzottenbiopsie gemacht werden. Das Ersttrimesterscreening ist keine Kassenleistung. Die Kosten hierfür betragen nach GOÄ ca. 135.- Euro.
   
 
Gemeinschaftspraxis
Dr. Gerkhardt & A. Popovic-Heffels
Wilhelmstr. 30
55232 Alzey
Tel. 06731 - 7444
Fax: 06731 - 44 076

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