Myom (Gebärmuttergeschwulst)
 
Myome sind gutartige Tumore ( Geschwülste), die sich aus Muskelzellen der Gebärmutter entwickeln. Das Wachstum wird durch Östrogene stimuliert und findet deshalb nur während der Geschlechtsreife statt.

Häufigkeit

Etwa 25% aller Frauen über dem 30.Lebensjahr haben Myome. Ihr Wachstum ist an die Funktion der Ovarien ( Eierstöcke) gebunden.

Symptome

Etwa 20% der betroffenen Frauen geben keine besonderen Beschwerden an. Insgesamt ist bei der Hälfte aller Myompatientinnen mit Blutungsstörungen zu rechnen, dies können zu lange und/oder verstärkte Regelblutungen sein. Eine Folge davon ist möglicherweise eine Eisenmangelblutarmut. Schmerzen treten bei ca. einem Drittel der Patientinnen auf , wobei die Intensität von einem leichten Druck oder Fremdkörpergefühl bis zu krampfartigen ,schmerzhaften Regelblutungen reicht. Je nach Größe des Myoms und des Wachstums des Myoms können diese auch benachbarte Organe beeinträchtigen, wie die Harnblase oder den Enddarm. Es kann zu einem verstärkten Druck auf diese Organe kommen. Bei Myomen, die in Richtung Blase wachsen, kann ein Harndrang ausgelöst werden. Der Druck eines Myomknotens auf den Enddarm kann eine Stuhlverstopfung hervorrufen. Kreuzschmerzen können durch direkten Druck eines Myoms auf die Kreuzbeinhöhle entstehen, wobei auch Ischiasbeschwerden durch Myome bedingt sein können. Eine Blutarmmut kann sich nach langen, anhaltenden und starken Blutungen entwickeln.

Myom und Schwangerschaft

Je nach Sitz der Myome können diese bei ungünstiger Lokalisation, zB. im Bereich der Tubeneinmündung, die Fruchtbarkeit behindern. Fehl- und Frühgeburten sind bei Myompatientinnen häufiger, da eine vorzeitige Wehenbereitschaft besteht. Tiefsitzende Myome können auch ein Geburtshindernis darstellen. Viele Myome stören allerdings überhaupt nicht in der Schwangerschaft. Es kommt sehr auf die Lage des Myoms an. In der Schwangerschaft wachsen die meisten Myome hormonbedingt, bilden sich aber danach zum Teil wieder zurück.

Diagnose

Bei beschwerdefreien Patientinnen ist die Diagnose „Myom“ meist ein Zufallsbefund, der anlässlich der frauenärztlichen Untersuchung entdeckt wird. Ansonsten führen starke, schmerzhafte Blutungen oder Schmerzen die Patientinnen zum Arzt. Größere Myome werden bei der gynäkologischen Untersuchung getastet. Mit einer Vaginalschalluntersuchung sind Myome gut zu sehen. Die Ultraschalluntersuchung bietet zudem eine gute Verlaufskontrolle.

Therapie

Myome bedürfen nur dann einer Behandlung, wenn Beschwerden bestehen. Blutungsstörungen können durch Einnahme einer niedrig dosierten Östrogen-Gestagenkombination ( z.B. Pille ) behandelt werden, ohne dass es hierbei zu einer Stimulation des Myomwachstums kommt. Bei deutlich wachsenden Myomen mit Beschwerden ist in der Regel eine operative Therapie erforderlich, wobei bei Frauen, bei denen evtl. noch Kinderwunsch besteht , die Myome ausgeschält werden. Häufig treten Myome in der Gebärmutter jedoch mehrfach auf, so dass bei Frauen , bei denen das Familienbild abgeschlossen ist, die Entfernung der Gebärmutter die Therapie der Wahl ist. Bei einem noch gut beweglichen Uterus kann die Operation ohne Bauchschnitt auf vaginalem Weg erfolgen. Bei sehr großen und multiplen Myomen wird in der Regel ein Unterbauchschnitt erforderlich sein. In der Regel werden die Eierstöcke als Hormonproduzenten bei Frauen unter 50 Jahre belassen. Hormonelle Ausfallserscheinungen sind bei Belassen der Eierstöcke nicht zu erwarten, da die Gebärmutter selbst keine Hormonfunktion besitzt. Sehr selten, bei weniger als 0,5% der Fälle, können Myome bösartig entarten, deshalb sollten Patientinnen mit Myomen in viertel – oder halbjährlichen Abständen kontrolliert werden. Bei deutlich rascher Größenzunahme ist eine operative Entfernung zu empfehlen.

Vorbeugen

Eine Vorbeugung ist nicht möglich!
   
 
Gemeinschaftspraxis
Dr. Gerkhardt & A. Popovic-Heffels
Wilhelmstr. 30
55232 Alzey
Tel. 06731 - 7444
Fax: 06731 - 44 076

  Frauenheilkunde  
Endometriose
Ersttrimesterscreening
Gebärmuttersenkung
Myom
Ovarialzysten
 
  Aktuelles  
Aktuelle Informationen über Praxis und Gesundheit
 
  IGEL-Leistungen  
Information über individuelle Gesundheitsleistungen